Unerlaubte Handlung

Im Allgemeinen gründet sich eine Schadenersatzpflicht auf das Vorliegen einer unerlaubten Handlung (BGB §§ 823 - 853). Paragraph 823 Absatz 1 des BGB legt dazu fest:
"Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verplichtet."

Diese Pflicht zur Haftung für den Schaden kann auch andere als die verursachende Person selbst treffen. Beispielsweise kann es eintreten, dass Eltern oder andere Aufsichtspersonen für den von den zu beaufsichtigenden Kindern angerichteten Schaden aufzukommen haben (BGB § 832) oder ein Unternehmen für die von ihren Angestellten im Rahmen ihrer Arbeitstätigkeit verursachte Schäden (BGB § 831).

Eine Schadenersatzpflicht kann jedoch auch ohne widerrechtliches Verschulden als sogenannte Gefährdungshaftung eintreten. Dies trifft insbesondere auf die Haftpflicht des Fahrzeughalters zu. Auch für die Haftung des Tierhalters gilt dies, obwohl der zutreffende Paragraph 833 im BGB ebenso unter dem Titel "Unerlaubte Handlungen" eingeordnet ist.