Altersrückstellung und Alterszuschlag
Allgemeines zur Beitragskalkulation

In der privaten Krankenversicherung wird der Beitrag nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Einkommen, sondern risikogerecht und somit individuell ermittelt.

Der Beitrag richtet sich nach

Für den gesamten Versicherungsverlauf wird ein gleichbleibender Beitrag kalkuliert, der sich nur durch Tarifanpassungen für alle im entsprechenden Tarif Versicherten ändern kann. Damit liegt der zu zahlende Beitrag in den ersten Jahren über, in späteren Jahren unter dem tatsächlichen Leistungsbedarf.

Altersrückstellung

Die Summe des anfänglich über dem Leistungsbedarf liegenden Beitrages wird als Altersrückstellung angesammelt, um die Kosten eines erhöhten Leistungsbedarfs im Alter zu decken. Bei Tarifwechsel innerhalb einer Gesellschaft wird die vorhandene Altersrückstellung angerechnet.

Gesetzlicher Beitragszuschlag zur Altersrückstellung (Alterszuschlag)

Gemäß § 12 Abs. 4a VAG muß auf alle Neuverträge seit dem 01.01.2000 ein Beitragszuschlag für alle Versicherten zwischen 21. und 60. Lebensjahr in Höhe von 10 Prozent erhoben werden. Dieser ist der Altersrückstellung zuzuführen und wie diese zu behandeln, das heißt dieser verbleibt im Unternehmen bei Wechsel des Versicherers oder bei Tod des Versicherten.

Der Zuschlag ist arbeitgeberzuschussfähig.

Für Bestandskunden gilt: Ab dem 01.01.2001 erfolgt eine Erhöhung des Beitrages um jährlich 2 Prozent, insgesamt um 10 Prozent. Der Versicherer muß vor der ersten Erhöhung über die Zuschlaghöhe informieren. Der Versicherungsnehmer hat ein Widerspruchsrecht für alle oder einzelne versicherte Personen innerhalb von drei Monaten nach Mitteilung.

Übersicht über den Versicherungsverlauf für Neukunden
21. - 60. Lebensjahr Beitragsphase mit gesetzlichem Alterszuschlag
61. - 65. Lebensjahr Beitragsphase ohne gesetzlichem Alterszuschlag
66. - 80. Lebensjahr Die Altersrückstellung aus dem gesetzlichem Zuschlag wird zur Beitragsstabilität genutzt. Der Beitrag bleibt konstant.
ab 81. Lebensjahr Eine verbliebene Altersrückstellung aus gesetzlichem Zuschlag wird zur Beitragssenkung genutzt.