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Versicherungssumme

Die Versicherungssumme ist die maximale Summe, die pro Schaden vom Versicherer gezahlt wird. Sie sollte dem tatsächlichen Gesamtwert des Hausrats entsprechen.

Wird nachträglich festgestellt, dass der Wert des Hausrates (Versicherungswert) höher ist als die Versicherungssumme, liegt eine Unterversicherung vor. Im Schadenfall wird dann der Gesamtschaden nur im Verhältnis der Versicherungssumme zum Versicherungswert ersetzt, denn es wurden ja bezogen auf den tatsächlichen Versicherungswert zu geringe Beiträge gezahlt.

Ist dagegen die veranschlagte Versicherungssumme höher als der Versicherungswert (Überversicherung), zahlt der Versicherungsnehmer unnötig hohe Beiträge, denn ersetzt bekommen kann er selbstredend nur maximal den entstandenen Schaden.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Ermittlung des Versicherungswertes und damit der Versicherungssumme:

  1. die Berechnung der Versicherungssumme über eine Pauschale pro Quadratmeter Wohnfläche
    und
  2. die individuelle Ermittlung der Versicherungssumme.

Unabhängig von der Art der Ermittlung des Versicherungswertes beziehungsweise der Versicherungssumme sollte regelmäßig dafür Sorge getragen werden, dass die Versicherungssumme dem jeweiligen Wert des Hausrats entspricht.

Pauschale Berechnung der Versicherungssumme

Hierbei wird die Versicherungssumme mittels einer Pauschale pro Quadratmeter Wohnfläche, beispielsweise 650 Euro, ermittelt. Die Quadratmeterpauschale multipliziert mit der Wohnfläche ergibt die Versicherungssumme.

Von den meisten Versicherern wird bei Wahl dieser Methode ein Unterversicherungsverzicht gewährt. Das bedeutet:
Der Versicherer zahlt 100 Prozent des Schadens bis zu einem Maximum in Höhe der Versicherungssumme und prüft nicht, ob eine Unterversicherung vorliegt.

Individuelle Ermittlung der Versicherungssumme

Die Wahl dieser Methode empfiehlt sich entweder

  • bei großzügigem Wohnraum mit wenig Inhalt,
    wenn der über die Quadratmeterpauschale ermittelte Versicherungswert erheblich über den tatsächlichen Verhältnissen liegt und damit einen unnötig hohen Beitrag nach sich ziehen würde,
    oder
  • bei Haushalten mit hochwertigem Inventar oder vielen Wertsachen,
    wenn die pauschale Berechnung einen zu niedrigen Versicherungswert und damit gemessen an den tatsächlichen Verhältnissen eine Unterversicherung ergeben würde.

Es empfiehlt sich, zur individuellen Ermittlung des Versicherungswertes eine Liste vorzubereiten, in der die verschiedenen Arten von Wert- und Hausratgegenständen aufgezählt werden, um möglichst keine Hausratgegenstände zu "vergessen". In die Liste ist dann zu den Hausratgegenständen der jeweilige Neuwert als Wiederbeschaffungspreis zum aktuellen Zeitpunkt einzutragen und zu summieren.