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Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung tritt für die durch den Betrieb eines Kraftfahrzeuges hervorgerufenen Schadenersatzansprüche ein, die etwa bei einen Verkehrsunfall enstehen können. Die dabei zugrunde liegenden Schäden, insbesondere Personenschäden, können außerordentlich hoch sein.

Ohne das Vorliegen einer Kfz-Haftpflichtversicherung wird einem Kraftfahrzeug in Deutschland keine Zulassung zum Straßenverkehr erteilt. Die Versicherung meldet auch der Straßenverkehrsbehörde eine Beendigung des Versicherungsschutzes und diese entzieht die Zulassung, wenn kein erneuter Versicherungsschutz nachgewiesen wird.

Im Regelfall gründet sich eine Schadenersatzpflicht (Haftpflicht) auf eine unerlaubte Handlung. Dies würde bei von durch Kfz verursachten Verkehrsunfällen allein die Haftung des einen Unfall verursachenden Fahrers begründen.

Nach dem Straßenverkehrsgesetz (StVG § 7) unterliegt jedoch der insbesondere auch der Halter des einen Unfall oder eine sonstige Gefahr verursachenden Fahrzeuges der Schadenersatzpflicht im Sinne der sogenannten Gefährdungshaftung.

Jedem Fahrzeughalter ist daher gesetzlich auferlegt, gesondert für jedes von ihm gehaltene Kfz eine Versicherung abzuschließen, die das Haftpflichtrisiko übernimmt. Diese tritt unabhängig davon ein, wer der Fahrzeugführer bei einem Unfall gewesen ist. (Es ist nachvollziehbar, dass es auch wesentlich umständlicher wäre, die jeweiligen Fahrer einer Versicherungspflicht zu unterziehen.)

Zu dem ist bei der Kfz-Haftpflichtvericherung geregelt, dass sich der Geschädigte mit seinen Schadenersatzansprüchen direkt an den Versicherer wenden kann. Auf diese Weise werden normalerweise Fahrer oder Fahrzeughalter nicht zum Schadenersatz herangezogen, den sie auf Grund der Schadenshöhe oft garnicht leisten könnten.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es eine Zuordnung des Versicherungsnehmers in sogenannte Schadensfreiheitsklassen. Ein erstmalig eine Kfz-Haftpflichtversicherung eingehender Antragsteller wird zunächst in die niedrigste Schadensfreiheitsklasse eingestuft, die einen hohen Beitrag nach sich zieht. Jedes folgende unfallfreie Jahr vergünstigt die Einstufung und damit die Beitragshöhe. Ein Versicherungsfall führt dagegen zur Herabstufung und wieder höheren Beiträgen. Bei nachgewiesenermaßen geringen Schadenhöhen sollte daher nach erfolgter Schadenmeldung in Absprache mit der Versicherung die Selbstbegleichung des Schadens in Erwägung gezogen werden.